Von F.-B. Habel

    Im dritten Ausstellungsraum gibt es einen Blick in die Zukunft des Films. Dafür muss man allerdings unförmige Brillen aufsetzen, kann dann aber bei einer Fahrt in Florida die Umgebung in 360° betrachten. Und in dem Volumetrischen Film, in den man kurz vor dem Ausgang per Brille eintritt, spielt Herbert Knaup einen Regisseur alten Stils, dessen Darstellerin Franziska Brandmeier der Ausstellungsbesucher wortwörtlich über die Schulter schauen kann. Die 100jährige UFA ist eigentlich ganz jung – so das Fazit der Ausstellung.

    Als die UFA zu ihrem 75. Bestehen mit einer großen Ausstellung im Berliner Zeughaus gefeiert wurde, waren viele Stars früherer Jahrzehnte gekommen – ich erinnere mich an die ungleichen Schwestern Camilla und Steffie Spira, und Dolly Haas kam gar aus den USA, wohin sie Mitte der dreißiger Jahre emigriert war. Zum 100. ist alles eine Nummer kleiner, sowohl die Ausstellung im Berliner Museum für Film und Fernsehen als auch die Promi-Dichte bei der Eröffnungsfeier. Schauspieler, auch die als heutige UFA-Stars in der Ausstellung herausgehobenen Dieter Hallervorden, Heino Ferch und Claudia Michelsen nicht. Wenigstens waren die Regisseure Nico Hofmann (in seiner Eigenschaft als Geschäftsführer der UFA GmbH), Roland Suso Richter („Ein starkes Team“) und Philipp Stölzl („Der Medicus“) erschienen.

    Am 6. Dezember wurde im Kino Toni die stark erweiterte Auflage des Großen Lexikons der DEFA Spielfilme von Frank-Burkhard Habel vorgestellt. Kurz nach dem 70. Jubiläum der DEFA hat der Autor, der Vorstandsmitglied des Verbandes ist, sein nun reich illustriertes Werk der Öffentlichkeit präsentiert. Neben der Lesung markanter Absätze aus beiden Bänden sprach Habel unter anderem mit der Schauspielerin Ute Lubosch über den Filmbetrieb der DEFA und den Entstehungsprozess der Neuauflage, die 16 Jahre nach der ersten Ausgabe nun erschienen ist. Außerdem wurde der kurze Experimentalflim DEFA 70 von Werner Bergmann aus dem Jahr 1965 gezeigt, in dem in einer Mischung aus Musikkomödie und Heimatfilm die Möglichkeiten der 70 mm Kameraterchnik ausgelotet wurden.

     Im Gespräch mit Ute Lubosch sagte F.-B. Habel unter anderem: „DEFA war mehr als die populäre Abkürzung des Namens einer Filmgesellschaft. DEFA-Filme waren Programm und Propaganda, standen oft für Qualität und manchmal für Qual“.

    Wann? Donnerstag, den 14.12., 18.30 Uhr

    Wo? KANTINE in der Weydingerstr. 14-16

    Diesen Donnerstag, den 14.12.2017 findet die Jahresmitgliederversammlung des Berliner FFV statt. Ab 18:30 Uhr trifft sich der Verband in der Kantine in der Weydingerstraße 14-16, um das Jahr und dessen Verbandsarbeit Revue passieren zu lassen. Im Namen des gesamten Vorstandes lädt Vorsitzender Torsten Lüders alle Mitglieder herzlich ein. Die Tagesordnung der Versammlung sieht wie folgt aus:

    Wann? 13.12.2017, 19 Uhr

    Wo? Filmmuseum Potsdam, Breite Str. 1A

    Morgen, am 13.12., findet im Filmmuseum Potsdam eine Sondervorstellung des Dokumentarfilms Die Mannschaft ist der Star - Turbine Potsdam statt. Sowohl Regisseur Torsten Lüders, namentlich Vorstandsvorsitzender des BFFV, als auch Produzent Klaus Schmutzer, der außerdem Geschäftsführer des BFFV ist, laden hierzu auch im Namen des Verbandes herzlich ein. 

    90 Minuten lang zeichnet der Dokumentarfilm ein umfassendes Bild des Potsdamer Frauenfußball-Klubs, der seit Jahren zur deutschen und europäischen Spitze gehört. Im Zentrum steht dabei die Philosophie des Klubs.

    Am 8. Dezember 2017 hat die Allianz Deutscher Produzenten - Film & Fernsehen e.V. (Produzentenallianz) die diesjährigen Ergebnisse ihrer seit 2009 jährlich durchgeführten Herbstumfrage veröffentlicht. Diese fallen durchaus erfreulich aus: "Erstmals in der Geschichte der seit 2009 durchgeführten Umfrage geht es den Produktionsunternehmen, die an der Umfrage teilgenommen haben, besser als im Vorjahr." So haben 2015 deutlich weniger Produktionsunternehmen rote Zahlen geschrieben als noch 2014, die Umsatzrenditen seien genreübergreifend gestiegen, und die Lage der Branche werde für die nahe Zukunft besser eingeschätzt als in den Vorjahren. Vor allem kleinere Unternehmen profitieren von der wirtschaftlichen Erholung.

    Von Ulrike Schirm

    A Ghost Story ist kein Horrorfilm, so der Titel vermuten lässt. Es ist ein zutiefst berührender Film über Liebe, Trauer, Vergänglichkeit und das Leben. Ein sich liebendes Paar (Rooney Mara und Casey Affleck) wird durch einen Autounfall jäh getrennt. Zurück bleibt eine trauernde Frau, die im Leichenschauhaus bei ihrem toten Mann verweilt. In einer endlos erscheinenden Einstellung wird man Zeuge eines schmerzvollen Abschieds. Nachdem sie den kalten, fahlen Raum verlassen hat, bleibt das Bild noch stehen und gibt dem Zuschauer die Gelegenheit, seinen eigenen Gedanken nachzuhängen. Es passiert etwas Unerwartetes: Unter seinem weißen Leichentuch steht der Tote langsam auf und kehrt zurück zu seiner Frau.

    Für die Mitglieder des BFFV hier noch einmal die Erinnerung an die Akkreditierung für die Berlinale: Die 68. Internationalen Filmfestspiele Berlin finden vom 15.02. bis 25.02.2018 statt. Wie im vorigen Jahr wird die Berlinale den Akkreditierungsprozess und die Bezahlung online durchführen.

    Der Berliner FFV erhielt wieder Verbands-Codes. Mit diesen Codes können sich die Mitglieder bis zum 15. Dezember 2016 unkompliziert online über die Webseite der Berlinale (www.berlinale.de) akkreditieren.

    Personen mit einem Verbands-Code müssen bei Antragstellung keine zusätzlichen Tätigkeitsnachweise vorlegen. Bis zur Mitgliederversammlung am 14.12.2017 werden wir die Akkreditierungsanträge (Codes) vergeben. Wer eine Akkreditierung haben möchte, meldet seinen Akkreditierungswunsch bitte an Klaus Schmutzer (Tel 0160-96006135 oder ajourfilm@t-online,de).

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