Zur Geschichte des Berliner Film- und Fernsehverbandes e.V.

    Der Berliner Film- und Fernsehverband e.V. hat seine Wurzeln im Verband der Film- und Fernsehschaffenden der DDR, der 1967 in Berlin gegründet wurde und einen großen Teil der in der Film- und Fernsehproduktion der DDR tätigen künstlerischen und organisatorischen Mitarbeiter vereinte. Der Schwerpunkt der Verbandsarbeit lag in der künstlerischen Diskus-sion zu den DDR-Produktionen in Kino und Fernsehen, er war Mitveranstalter der Dokumentar-, Spiel- und Kinderfilmfestivals in der DDR, organisierte den Informationsaustausch mit den Filmschaffenden anderer Länder, insbesondere der osteuropäischen nationalen Filmproduktionen und gab die Fachzeitschrift „Film und Fernsehen“ heraus, die monatlich erschien.

     

    Mit dem Ende der DDR und der Bildung der neuen Bundesländer löste sich der Verband der Film- und Fernsehschaffenden der DDR auf, seine Mitglieder organisierten sich in neuen und eigenständigen Landesverbänden in allen sechs neuen Bundesländern. Die Auflösung der DEFA-Studios und des Fernsehfunks der DDR bedeutete für die überwiegende Mehrzahl der Mitglieder die Beendigung ihres Anstellungsverhältnisses in den Studios und den Übergang in die Freiberuflichkeit. Damit wurden in dieser Wendephase die neu gegründeten Verbände zu wichtigen Ansprechpartnern in beruflichen und auch sozialen Fragen.

     

    Der Berliner Film- und Fernsehverband setzte sich zunächst das Ziel, seine Mitglieder bei der Eingliederung in das Produktionssystem von Film und Fernsehen in der Bundesrepublik Deutschland zu unterstützen. Er nahm Kontakte zu Filmverbänden und Filmbüros in den alten Bundesländern auf, wurde Mitglied des Dachverbandes BuFi (Bundesvereinigung des deutschen Films), delegierte Mitglieder in verschiedene Gremien der Filmbranche. Er war Mitinitiator der Neugestaltung der Berliner Filmförderung, die in die Gründung der Filmboard Berlin-Brandenburg GmbH (heute: Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH) mündete.

    Der Berliner Film- und Fernsehverband sieht seine wichtigste Aufgabe in der Bewahrung und Entwicklung der Filmkultur in der Region Berlin-Brandenburg und darüber hinaus in Deutschland und vertritt in diesem Sinne die Interessen seiner Mitglieder in den verschiedenen Gremien. Er entwickelt diesbezüglich Initiativen.

    In der Filmreihe KONTAKTE sucht er mit interessanten aktuellen und historischen Filmen den Kontakt zum Publikum und informiert in seinem monatlichen Informationsbulletin „ff aktuell“ seine Mitglieder und Partner über das Verbandsleben und das filmpolitische Geschehen in der Region

    Verfasst von Klaus Schmutzer

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